„Ein Mensch kam nach einer langen Wanderung an einen einsamen Gebirgssee. Die Oberfläche des Sees war spiegelglatt und reflektierte auf eine vollkommene und ungestörte Weise den Himmel. Dass der See so ruhig war, hatte einen einzigen Grund: Er wurde nicht gestört. Es war niemand da, der ihn aufgewühlt und darin herumgerührt hätte. Das ist der Grund der Gelassenheit: Der See wurde in Ruhe gelassen; er wurde gelassen.
Wie der See, so kann auch die Seele nicht ruhig gemacht werden. Sie wird ruhig, weil sie gelassen wird. Wir wühlen sie nicht auf: Wir reden ihr nicht ständig ein, wie die Welt und unser Leben zu sein hätten.“
(Martin Schleske, Geigenbauer)